Zusammenhang zwischen weniger Sitzen und der Herzgesundheit

Die Verbindung zwischen körperlicher Aktivität, sitzendem Verhalten und der kardiovaskulären Gesundheit ist gut dokumentiert. Während viele Studien diese Verhaltensweisen normalerweise unabhängig voneinander betrachten, hat eine neue Forschungsstudie einen innovativen Ansatz gewählt. Statt isolierter Betrachtung von Aktivität und Inaktivität betrachtete die Studie den Tagesablauf als 24-Stunden-Zeitverwendungsstruktur.

Neue Erkenntnisse durch innovative Datenmodelle

Die Forscher verwendeten sogenannte „kompositionelle Datenmodelle“, um zu untersuchen, wie die Umverteilung von Zeit von sitzendem Verhalten zu moderater bis kräftiger körperlicher Aktivität (MVPA) oder leichter körperlicher Aktivität (LPA) mit Veränderungen in kardiometabolischen Biomarkern zusammenhängt. Die Studie analysierte Daten aus einer repräsentativen Querschnittsstichprobe von über 5.000 Erwachsenen.

Positive Auswirkungen auf die Gesundheit

Die Ergebnisse zeigten, dass der Ersatz von sitzendem Verhalten durch kräftige körperliche Aktivität mit niedrigeren Werten von Entzündungsmarkern, Blutzellen und Insulin in Verbindung stand. Gleichzeitig stiegen die Werte von HDL-Cholesterin. Ähnlich positive Effekte wurden bei der Ersetzung von sitzendem Verhalten durch leichte körperliche Aktivität beobachtet.

Geschlechts- und altersspezifische Unterschiede

Interessanterweise variierten die erwarteten Veränderungen je nach Geschlecht und Alter. Einige Veränderungen waren bei Frauen stärker ausgeprägt, während bei älteren Erwachsenen andere Marker stärker beeinflusst wurden.

Praktische Empfehlungen

Die Studie unterstreicht die Bedeutung von Bewegung, insbesondere von leichter körperlicher Aktivität, für die kardiovaskuläre Gesundheit. Obwohl kräftige Aktivität nachweislich positive Effekte hat, ist leichte Aktivität aufgrund ihrer Einfachheit und Machbarkeit möglicherweise leichter in den Alltag zu integrieren.

Fazit: Personalisierte Empfehlungen für die Herzgesundheit

Die Ergebnisse dieser Studie tragen dazu bei, personalisierte Empfehlungen für die körperliche Aktivität zu gestalten. Es wird deutlich, dass Geschlecht und Alter bei der Festlegung von Richtlinien berücksichtigt werden sollten, um optimale gesundheitliche Vorteile zu erzielen.

Insgesamt betont die Forschung die vielfältigen Möglichkeiten, wie Bewegung in den Alltag integriert werden kann, um die Herzgesundheit zu fördern.

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