Zielmanagement in Lanista

Mit dem vollständig überarbeiteten Zielmanagement können Ziele in Lanista künftig konkreter definiert und strukturiert überprüft werden. Neben einer inhaltlichen Beschreibung lassen sich passende Messkriterien, Einheiten, Zielwerte und ein Zieldatum hinterlegen. Ein neuer KI-gestützter Zielassistent unterstützt dabei, aus einer freien Formulierung einen ersten messbaren Zielvorschlag zu entwickeln. Anstehende Zwischen- und Nachmessungen können anschließend auch im Betreuungsassistenten berücksichtigt werden.

Von der freien Zieleingabe zur überprüfbaren Zielvereinbarung

Ziele spielen in Therapie, Training und Gesundheitsmanagement eine wichtige Rolle. In der Praxis werden sie jedoch häufig nur als kurzer Text festgehalten: weniger Schmerzen haben, beweglicher werden, Muskulatur aufbauen oder wieder eine bestimmte Sportart ausüben können. Solche Formulierungen beschreiben zwar die gewünschte Richtung, lassen aber oft offen, woran eine Veränderung später konkret erkannt werden soll.

Genau hier setzt das neue Zielmanagement in Lanista an. Ein Ziel kann weiterhin frei und verständlich formuliert werden. Zusätzlich lässt sich nun festlegen, mit welchem Messkriterium es überprüft werden soll. Dazu gehören sowohl das konkrete Kriterium als auch die passende Einheit, ein Ausgangswert, der gewünschte Zielwert und ein Zieltermin.

Je nach Betreuungssituation kann beispielsweise die Muskelmasse in Kilogramm, der Bauchumfang in Zentimetern oder eine Schmerzangabe auf einer Skala von 0 bis 10 verwendet werden. So entsteht aus einer allgemeinen Absicht eine konkretere Zielvereinbarung, deren Entwicklung im weiteren Betreuungsverlauf nachvollzogen werden kann.

Messkriterien passend zum jeweiligen Ziel definieren

Nicht jedes Ziel lässt sich auf die gleiche Weise überprüfen. Deshalb können die Messkriterien passend zur individuellen Zielsetzung gewählt und mit der zugehörigen Einheit versehen werden. Neben dem aktuellen Ausgangswert wird eingetragen, welcher Wert bis zu welchem Datum angestrebt wird.

Bei dem Ziel „wieder Tennis spielen können“ könnte beispielsweise die Schmerzlinderung im Vordergrund stehen. Als mögliches Messkriterium kann eine Schmerzskala von 0 bis 10 dienen. In anderen Fällen können Umfangswerte, Körperzusammensetzung, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit oder ein individuell definiertes Kriterium geeigneter sein. Welche Messgröße fachlich sinnvoll ist, entscheidet weiterhin die betreuende Fachkraft passend zur jeweiligen Ausgangssituation.

Auch vorhandene Ziele bleiben nutzbar. Bestehende Einträge, die bislang ausschließlich als Text hinterlegt wurden, können um das neue Setup ergänzt werden. Dadurch müssen bereits erfasste Zielsetzungen nicht neu angelegt werden, sondern lassen sich Schritt für Schritt um Messkriterien, Zielwerte und Termine erweitern.

Der Zielassistent macht aus einem Satz einen strukturierten Vorschlag

Bei der Anlage eines neuen Ziels steht zusätzlich ein KI-gestützter Zielassistent zur Verfügung. Als Ausgangspunkt genügt eine kurze Eingabe, zum Beispiel „wieder Tennis spielen können“. Das Ziel kann als Text eingegeben oder direkt eingesprochen werden.

Aus dieser Formulierung leitet der Assistent Vorschläge für die weitere Zieldefinition ab. Im genannten Beispiel kann er etwa „Schmerzlinderung“ als Zielkategorie, eine Schmerzskala als Messkriterium sowie einen möglichen Ausgangs- und Zielwert vorschlagen. Auch ein zeitlicher Rahmen kann ergänzt werden.

Die Vorschläge dienen als strukturierte Vorbereitung und lassen sich vor dem Speichern prüfen und anpassen. Der Zielassistent ersetzt damit nicht die fachliche Einschätzung, sondern erleichtert den Einstieg in eine vollständigere und messbare Zielformulierung. Fehlende Angaben können ergänzt und vorgeschlagene Werte an die tatsächliche Betreuungssituation angepasst werden.

Zwischen- und Nachmessungen im Betreuungsprozess berücksichtigen

Ein Ziel wird besonders hilfreich, wenn es nicht nur bei der Anlage betrachtet wird. Deshalb ist das neue Zielmanagement mit dem Betreuungsassistenten in Lanista verbunden. Aus den hinterlegten Angaben können relevante Zeitpunkte für Zwischen- oder Nachmessungen in den Betreuungsprozess übernommen werden.

Wenn eine Überprüfung ansteht, kann der Betreuungsassistent in der Kundenakte darauf aufmerksam machen. Trainer und Therapeuten sehen damit nicht nur, welches Ziel vereinbart wurde, sondern werden auch bei der strukturierten Verlaufskontrolle unterstützt. Zieldefinition und Betreuung greifen dadurch enger ineinander.

Die Ergebnisse einer Messung können anschließend genutzt werden, um die weitere Betreuung einzuordnen: Ist eine Entwicklung erkennbar? Muss das Ziel angepasst werden? Ist ein anderer Messzeitpunkt sinnvoll? Die fachliche Bewertung bleibt dabei in der Verantwortung der betreuenden Person.

Mehr Struktur für individuelle Ziele

Mit dem überarbeiteten Zielmanagement entwickelt Lanista die bisherige Zieleingabe zu einem umfassenderen Werkzeug für die Betreuung weiter. Ziele können verständlich beschrieben, mit konkreten Messkriterien verbunden und zeitlich eingeordnet werden. Der Zielassistent hilft dabei, aus einer ersten Idee einen strukturierten Vorschlag zu entwickeln. Die Verbindung zum Betreuungsassistenten sorgt dafür, dass vorgesehene Überprüfungen im weiteren Verlauf berücksichtigt werden können.

So werden Ziele nicht nur dokumentiert. Sie werden zu einem aktiven Bestandteil einer nachvollziehbaren und individuell geplanten Betreuung.