Im Leistungssport ist es selten, dass Athleten ausschließlich entweder Kraft oder Ausdauer trainieren. Die meisten Sportarten erfordern eine Kombination aus beidem. Daher integrieren viele Trainingspläne sowohl Kraft- als auch Ausdauertraining – ein Ansatz, der als „Concurrent Training“ bekannt ist. Doch diese Kombination ist nicht ohne Herausforderungen. Es wurde festgestellt, dass das gleichzeitige Training möglicherweise zu suboptimalen Anpassungen führt, insbesondere wenn es um den Aufbau von Muskelkraft und -masse geht. Aber wie genau beeinflussen Geschlecht und der aktuelle Trainingsstatus diese Anpassungen? Eine aktuelle systematische Übersicht und Meta-Analyse (2024) hat genau diese Frage untersucht.
Die Studie umfasste 59 Untersuchungen mit insgesamt 1346 Teilnehmern und untersuchte, wie sich das gleichzeitige Kraft- und Ausdauertraining auf verschiedene Anpassungen, wie z. B. Muskelkraft, Muskelhypertrophie und die maximale Sauerstoffaufnahme (V̇O2max), auswirkt.
Ergebnisse:
Schlussfolgerung
Die Ergebnisse dieser Analyse unterstreichen die Bedeutung der individuellen Anpassung von Trainingsprogrammen. Männer könnten bei gleichzeitiger Durchführung von Kraft- und Ausdauertraining geringere Zuwächse in der unteren Körperkraft verzeichnen, während Frauen weniger von diesem Effekt betroffen sind. Auch die Schnellkraft scheint bei beiden, Frauen und Männern vom Concurrent Training betroffen zu sein. Darüber hinaus sollten untrainierte Ausdauersportler besonders darauf achten, wie sie ihre Trainingsprogramme strukturieren, um maximale Fortschritte zu erzielen. Es ist also wichtig zu planen, bei WEM und auch WANN ein „Concurrent Training“ Sinn macht.
Huiberts, R.O., Wüst, R.C.I. & van der Zwaard, S. Concurrent Strength and Endurance Training: A Systematic Review and Meta-Analysis on the Impact of Sex and Training Status. Sports Med 54, 485–503 (2024). https://doi.org/10.1007/s40279-023-01943-9
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